Momo Kreutz's Blog


Bildungsvolksbegehren – Hingehen und unterschreiben!

Bildung fängt von klein auf an und endet nie. Aber die wesentlichen Grundsteine werden in jungen Jahren gelegt, im Elementarbereich, den Grundschulen, den weiterführenden Schulen und Universitäten. Jedes Kind soll, gleich welcher Herkunft, die besten Chancen für die Zukunft erhalten. In einem System, das krampfhaft an Selektion, Ausgrenzung und Reglementierung festhält, wird es keine Chancengerechtigkeit geben.

Unsere Kinder und Jugendlichen brauchen die Qualifikationen, die ihnen und uns den Wohlstand sichern. Unser derzeitiges Bildungssystem in Österreich ist dazu nicht ausreichend, wie uns viele Studien der letzten Jahre hinreichend belegten. Auch eine Umbenennung der Hauptschulen in Neue Mittelschulen wird nicht ausreichen dies zu ändern, solange nicht für alle SchülerInnen im Pflichtschulalter die gleichen Chancen bestehen und vor allem die gleichen Ressourcen zur Verfügung stehen. In Bildung -auf allen Ebenen – muss investiert werden, weil sie unsere Zukunft betreffen. Schilder tauschen ist zu wenig!

Am 3.11 startet das Bildungsvolksbegehren. Gerade wenn man mit mindestens einem Punkt des Textes des Volksbegehrens übereinstimmt, muss man sich die Zeit nehmen und das Volksbegehren unterschreiben. Nur viele Stimmen können ein klares Zeichen setzen und unsere PolitikerInnen wachrütteln und zum Handeln bewegen!

Deshalb: Hingehen und Unterschreiben!

3.-10.November 2011 Bildungsvolksbegehren!

weitere Infos unter Bildungsvolksbegehren

Werbeanzeigen

Freie Bildung für alle- vom Elementarbereich bis zu den Universitäten

Sorry liebe LeserInnen- jetzt bin ich ein paar Tage ausgefallen, werde das aber wieder versuchen zu ändern. Der Grund- leider kein Urlaub, sondern viel Arbeit! Unter anderem jetzt für die Unterstützung der StudentInnen.

Trotz erster Schneeflocken ist es ein heißer Herbst- und ich hoffe dass dies anhalten wird! Begonnen haben die KindergärtnerInnen mit dem Kindergartenaufstand und ihrer erfolgreichen Demo vor wenigen Wochen. Wenige Tage später wurde das Audimax von StudentInnen besetzt, die die unzumutbare Situation auf den Universitäten nicht mehr hinnehmen wollen. Diese Bewegung weitet sich nun auf alle Universitäten aus und wird von immer mehr Menschen solidarisch unterstützt. Die Forderungen der StudentInnen sind längst nicht mehr nur für die Universitäten gültig, sondern sind Notwenigkieten im gesamten Bildungssektor- vom Elementarbereich bis zu den Universitäten. Deshalb erklärt sich auch EFFE Österreich (European Forum for Freedom in Education) und Netzwerk Freier Schulen solidarisch mit den StudentInnen.

Deshalb mitmachen am bundesweiten Aktionstag für Bildung am Donnerstag 5.November 2009

nähere Infos auf Unsere Uni.

Bildung ist eine Grundvoraussetzung, um in weiterer Folge teilhaben zu können und unser gesellschaftliches Leben mitgestalten zu können. Demokratische Mittel zu verwenden, um berechtigte Forderungen zur Umsetzung zu bringen sind eine wichtige Errungenschaft unserer Gesellschaft. Von Reformen wird seit Jahren geredet, nach wie vor werden bestenfalls Flickwerke umgesetzt, aber die tatsächliche politische Entscheidung scheitert an Ideologien. Anstatt leerer Worte sollte endlich gehandelt und der Bildungsbereich dem 21.Jahrhundert angepasst werden. Einerseits jammern alle. dass wir zu wenig HochschulabsolventInnen und FacharbeiterInnen haben, Statistiken belegen nach wie vor, dass bei Kindern aus bildungsfernen Schichten die Chance auf eine universitäre Ausbildung sehr gering ist. Andererseits öffnen sich ideologische Gräben, wenn es um Bildungsreformen und deren Finanzierung geht. Einerseits investiert der Staat ohne weitere Auflagen in marode Banken und Wirtschaftsbetriebe, andererseits wird im Bildungsbereich- der von nahezu jedem Politiker als wichtige Sache genannt wird- nach wie vor viel zu wenig investiert.

Bildung kostet!- In guter Bildung liegt aber auch unsere Zukunft und die soziale Sicherheit unserer Gesellschaft!

Wir müssen uns solidarisieren, aber nicht mit leeren Worthülsen wie von Kanzler Werner Faymann, der im gleichen Atemzug Zugangsregelungen verlangt! Wir haben Zugangsregelungen- nämlich die Matura bzw. Studienberechtigungsprüfung. Wenn wir mehr AbsolventInnen an Hochschulen wollen, dann müssen die Rahmenbedingungen geschaffen werden und die Ressourcen bereit gestellt werden. Die SPÖ will einerseits keine Selektion mit 10 Jahren, aber andererseits eine Selektion wer was studieren darf und gleichzeitig eine Freie Bildungswahl? Wie soll das funktionieren?

Wir brauchen im gesamten Bildungsbereich Reformen, die Bildung möglich machen. Angefangen von kleineren Gruppen im Kindergarten mit gut ausgebildeten PädagogInnen, über ganztägige Pflichtschulen, die fördern und fordern ohne Selektion und soziale Ungleichbehandlung aber mit vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten, bis hin zu ausreichenden Ausbildungsplätzen und Universitäten, die Bildung in den Vordergrund stellen.

„Die Kindergärten/Schulen/Universitäten, so wie sie heute sind, sind weder den Bedürfnissen des jungen Menschen, noch denen unserer jetztigen Epoche angepasst!“ Ein angepasstes Zitat von Maria Montessori aus dem Jahr 1939- heute nach wie vor aktuell.